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Es begann wie eine Routine-Razzia - an jenem Morgen des 28. Juni 1969:

Polizeiwagen fuhren vor dem "Stonewall Inn" vor, die "pigs" verteilten sich auf die Zugänge, stürmten die Räume und kontrollierten die Ausweise der Gäste und drängten diese dann auf die Straße.

Doch diesmal ließen sich die ca. 200 Schwule und Lesben nicht so leicht einschüchtern! Vor dem Lokal in der Christopher Street versammelten sich immer mehr "queers", diskutierten über die Vorgänge, riefen "Hallo Schwestern! Kommt her, hier gibt's mal wieder richtige Kerle!"

Mit diesem heftigen Widerstand - hatten die "gays" es doch bisher vorgezogen, ihre Anonymität zu waren - hatte die Polizei nicht gerechnet und zog sich vorerst zurück. Seit diesen Tagen gewann die Lesben- und Schwulenbewegung an Bedeutung, sprang der Funke der "gayliberation" von New York aus über auf die ganze USA, auf Südamerika, Europa und Australien.

In vielen großen und kleinen Städten in unserer Republik sowie weltweit wird mit dem Christopher Street Day an diesen Tag – den 28. Juni 1969 – erinnert.

Mit Paraden und Straßenfesten gehen Schwule und Lesben auf die Straße. Die Inhalte waren und sind jeweils die aktuellen politischen Themen und Forderungen (z. B. Abschaffung des §175, rechtliche Gleichstellung, "Homoehe" usw.) sowie mehr und mehr der Spaß an der Selbstdarstellung – für viele auch ein wichtiger Schritt in ihrem Coming Out.

GayPride-Denkmal in der Christopher Street in New York

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Donnerstag, 17. Mai 2012

das Stonewall Inn in NY

Stonewall Inn, Christopher Street 53, New York, 29.06.1969
Stonewall Inn, Christopher Street 53, New York, 29.06.1969