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Männer, Helden und schwule Nazis
Regie: Rosa von Praunheim
Produktion: Deutschland 2004
Länge: ca. 78 Min.
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Darsteller: |
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Produzent
Drehbuch
Kamera |
Rosa von Praunheim
Rosa von Praunheim
Lorenz Haarmann |
Bernd Ewald Althans, Joerg Fischer, Rainer Fromm, Rüdiger Lautmann, Rosa von Praunheim
Weltvertrieb/Produktion:
Rosa von Praunheim Filmproduktion
Konstanzer Str. 56, 10707 Berlin
Tel: +49 30 883 5496
Fax: +49 30 881 2958
eMail: rosavp@aol.com |
Seit Beginn der Homosexuellenbewegung gibt es rechte Schwule, denen Männlichkeit und Nationalismus wichtig sind und die
Tunten und Frauen als minderwertig ansehen und Antisemitismus propagieren. So schrieb der Neonazi Michael Kühnen Ende der
80er Jahre, kurz vor seinem Aids-Tod, dass schwule Männer die besseren Kämpfer seien, da sie ohne Familie
unabhängiger und tapferer wären. In meiner Dokumentation stelle ich schwule Männer vor, die sich als rechts
bezeichnen oder eine rechtsradikale Vergangenheit haben.
Andre ist Skinhead und hat mit rechten Glatzen zu tun, von denen die meisten sein Schwulsein tolerieren. Alexander
Schlesinger gehört einer rechtsradikalen Partei an und meint, dass sein Parteichef von seiner Homosexualität weiß.
Bernd Ewald Althans, bekannt durch den Film BERUF NEONAZI, saß wegen Leugnung des Holocausts im Knast und
organisiert heute Schwulen-Partys in Berlin. Jörg Fischer war neun Jahre in der NPD und DVU tätig, wobei er
über vier Jahre lang ein Verhältnis mit einem Parteimitglied hatte; er stieg 1991 aus und arbeitet heute als
Journalist. Der Journalist Rainer Fromm schätzt, dass 10–15 Prozent der Führungsmitglieder von Neonazi-Parteien
Homosexuelle sind, deren Schwulsein intern geduldet wird.
Für manche Zuschauer wird es schockierend sein, dass ich in meinem Film selbst nicht Stellung nehme, dass ich schwule
Neonazis nicht als Monster darstelle, sondern als Menschen, die einen großen Widerspruch leben. Prof. Rüdiger
Lautmann beantwortet in meinem Film diesen Widerspruch am schlüssigsten: „Schwule wurden immer verfolgt, in allen
Parteien, allen Religionen und Gesellschaften. Deshalb ist es kein Grund für Schwule, sich nicht rechten Gruppierungen
anzuschließen, denn die Angst, entdeckt und bestraft zu werden, war und ist fast überall gleich.” --
Rosa von Praunheim
Die Filmografie von Rosa von Praunheim findet sich bei „Der Einstein des Sex”
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