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SONJA
Regie: Kirsi Liimatainen
Produktion: Deutschland 2006
Länge: 73 Min.
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Darsteller: |
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Drehbuch
Musik
Kamera
Schnitt
Kostüme
Produktion |
Kirsi Liimatainen
Friedemann Matzeit
Yoliswa Gärtig
Ronny Bischoff
Sabine Pfisterer
Kirsi Liimatainen, Jamila Wenske |
Sabrina Kruschwitz, Julia Kaufmann, Nadja Engel, Christian Kirste, Joachim Lätsch |
Die 16-jährige Sonja (Sabrina Kruschwitz) lebt mit ihrer Mutter (Nadja Engel) in einer Berliner Hochhaussiedlung,
die mit den pubertären Orientierungsversuchen ihrer Tochter nicht so recht klarkommt, aber sich bemüht, sie
zu verstehen. So liest sie in Sonjas Tagebuch und erhält den Eindruck, das Mädchen könne sich nicht so
entwickeln wie sie sich das wünschen würde.
Sonja hat einen Freund, Anton (Christian Kirste), doch so etwas wie Liebe hat sich bislang nicht eingestellt. Zusammen mit
ihrer besten Freundin Julia (Julia Kaufmann) kann sie über alles reden. Auch, dass sie noch nicht mit Anton geschlafen
hat, obwohl er sie diesbezüglich schon bedrängt. Doch während Julias Interesse für Jungs zunimmt, merkt
Sonja, dass ihre Zuneigung zu Julia mehr ist als bloße Freundschaft.
Über die Sommerferien besucht Sonja ihren Vater (Joachim Lätsch) an der Ostsee. Einerseits kann sie so eine
Auszeit aus ihrem tristen Alltag nehmen, doch das patriarchische Verhalten ihres Vaters gegenüber seinem Sohn und
seiner Lebensgefährtin gibt ihr nicht unbedingt mehr Klarheit in zwischenmenschlichen Angelegenheiten.
Auf die Annäherungsversuche seines Nachbarn lässt sich Sonja auf Neugier ein, doch allmählich begreift sie,
dass sie mit der Intimität eines Mannes wenig anzufangen weiss. So kristallisiert sich die Erkenntnis, dass sie
lesbisch ist und eigentlich in ihre Freundin Julia verliebt. Doch diese, Sonjas erste Liebe wird sich nicht erfüllen ...
„Der Ursprung für diese Geschichte liegt in meiner eigenen Jugendzeit in einer kleinen Stadt in Finnland,
in Tampere. Unsere Umgebung bestand aus grauen Plattenbauten, aber wir waren 16, und unsere Seelen und unsere Herzen waren
voll von glücklichen Farben, Hoffnung, Neugier und unruhigen Träumen ... wie die dünnen, sich bewegenden
Schwingen des Schmetterlings”, sagt Kirsi Marie Liimatainen über ihr Spielfilmdebüt.
Sie wurde am 14. April 1968 in Finnland geboren und wuchs in Tampere auf, wo sie 1987 ihr Abitur machte. Sie begann 1988
ein Studium der Philosophie im damaligen Ostberlin, bevor sie 1989 nach Tampere zurückkehrte und ein vierjähriges
Schauspielstudium abolvierte und Kurse in Drehbuch belegte. Liimatainen spielte auf der Bühne, im Radio und im
Fernsehen und studierte, nachdem sie 1997 das Magister der Theaterkunst abgelegt hatte, an der HFF Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg Regie.
Eine dortige Semesterarbeit war „Frühlingshymne”, das auf verschiedenen europäischen Festivals gezeigt
wurde. Belohnt wurde ihre Arbeit 2002 mit einem Stipendium an der Berliner Akademie der Künste und einem weiteren im
Rahmen der Residence du Festival Cannes. Auch Sonja wurde mit der HFF produziert und beim Festival zum Max-Ophüls-Preis 2006
uraufgeführt. Beachtung fand das Werk auch beim Verzaubert Film Festival und bei den Lesbisch-Schwulen Filmtagen, unter
anderem in Hamburg.
(Quelle: www.kinomorgen.de)
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