Geschichte des CSD

Der Christopher Street Day führt uns in die Stonewall-Bar in der Christopher Street nach New York in den 60er Jahren. Damals war es üblich, daß die Polizei im New Yorker "Milieu" öfter Razzien durchführte. So auch am 28. Juni 1969. Doch dieses Mal verlief das Ritual anders: Die gefilzten Gäste - Lesben und Schwule - verschwanden nach der Razzia nicht, wie es sonst der Fall war, sondern versammelten sich auf der Straße, um ihren Unmut über das Vorgehen der Polizei zum Ausdruck zu bringen. Das wiederum veranlaßte die Polizei, Nachschub anzufordern. Zu diesem Zeitpunkt herrschte noch eine recht friedliche Stimmung, was sich bald ändern sollte. Der Versuch einzelner Polizeibeamter, Verhaftungen vorzunehmen, ließ die Situation eskalieren: Scheiben gingen zu Bruch, Polizeifahrzeuge wurden demoliert, Polizisten mit Pferdeäpfeln beworfen, einige in die Stonewall-Bar eingeschlossen. Danach ging die Bar in Flammen auf. Nach 45 Minuten hatte die Polizei - personell verstärkt - die Situation unter Kontrolle. Das zwang die Lesben und Schwule zum Rückzug.



