Werbung unterstützt das ehrenamtliche Projekt gay-web und kostet nicht viel.

  Magazin  HIV & AIDS  Welt Aids Tag 2011

Bundesseite

Welt Aids Tag 2011 - „Positiv zusammen leben. Aber sicher!“

Inhalte wurden entnommen aus
[bzga.de] [scoolz.de] [w.a.t.de]

1. Dezember 2011 in Deutschland 

Der Welt-Aids-Tag wird von der UNAIDS organisiert und findet am 1. Dezember jeden Jahres statt. 1988 wurde der Welt-Aids-Tag erstmals von der WHO ausgerufen und von Beginn an unter ein besonderes Motto gestellt. Seit 1996 gibt UNAIDS, die Aids-Organisation der Vereinten Nationen, dem Welt-Aids-Tag in jedem Jahr ein programmatisches Motto, an dem sich die Aktivitäten der Aids-Organisationen in den verschiedenen Ländern orientieren können.

Hintergründe der Kampagne (aktuelle Newsletter --->hier download)
Am 28. Oktober 2011 startete die diesjährige Welt-Aids-Tag-Kampagne „Positiv zusammen leben. Aber sicher!“ mit einer Pressekonferenz in Berlin. Die bereits im letzten Jahr angelaufene Kampagne stellt erstmals in Europa im Rahmen einer öffentlichen nationalen Kampagne authentische Menschen mit HIV in den Fokus der Öffentlichkeit. Träger der Kampagne ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Kooperationspartnerinnen sind die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) sowie die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS).

Die Ziele - Warum gibt es diese Kampagne?
Ende 2010 lebten mehr als 70.000 Menschen in Deutschland mit HIV und Aids. Die Kampagne soll dazu beitragen, dass HIV-Positive oder an Aids Erkrankte ohne Ausgrenzung und Diskriminierung in unserer Gesellschaft leben können. Das soll erreicht werden, indem:

  • das Thema zum Thema gemacht wird,
  • Ausgrenzung von Menschen mit HIV und Aids sichtbar und nachvollziehbar gemacht wird,
  • realisierbare Lösungsansätze für ein positives Zusammenlebenaufgezeigt werden,
  • Aufklärungsarbeit geleistet wird,
  • und zum Nachdenken und miteinander Reden angeregt wird.

Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember erinnert uns: Jede und jeder von uns kann etwas tun, damit wir alle – HIV-Positive, HIV-Negative und Ungetestete – positiv zusammen leben können. Jeder kann Solidarität zeigen und Ausgrenzung abwehren, wenn Menschen mit HIV diskriminiert werden. Und jeder kann selbst aktiv werden. Nicht nur am 1. Dezember, sondern an jedem Tag im Jahr. Zum Beispiel, indem er sich informiert, HIV zum Thema macht, ehrenamtlich arbeitet oder Geld spendet.

Die Inhalte - Was ist neu im zweiten Kampagnenjahr?
Die Kampagne zeigt in diesem Jahr eine sehr viel größere Vielfalt des Lebens mit HIV. Deutlich mehr HIV-positive Menschen stellen sich mit ihren authentischen, beeindruckenden Geschichten mutig und alleine in den Fokus der Öffentlichkeit. Erstmals regen sie mit herausfordernden Fragen auf Großflächenplakaten sowie in einem Kino- und TV-Spot dazu an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Kampagnenseite www.welt-aids-tag.de wird zur zentralen Kommunikationsplattform, auf der jeder seine Meinung sagen, in den Diskurs mit den Botschaftern treten und sich informieren kann. Video-Clips, Porträts und Pressefotos aller Botschafter zeigen eindrucksvoll die vielschichtige Realität ihres Lebens und tragen dazu bei, dass die Menschen in Deutschland verantwortungsvoll mit dem Thema HIV umgehen.

Diskriminierung für Männer mit HIV
Noch immer erfahren viele HIV-positiv-Getestete massive Nachteile bei einer Offenlegung ihrer HIV-Infektion. Darauf hat nun die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) aufmerksam gemacht. Im Rahmen einer Kampagne zum diesjährigen Welt-Aids-Tag am 1. Dezember hat die BzgA die Ergebnisse der neuen Studie zum Thema "Schwule Männer und Aids" veröffentlicht.

Demnach wurde jeder fünfte HIV-positive schwule Mann schon mehrfach sozial gemieden. Viele befürchten zudem wegen der eigenen HIV-Infektion schlechter als andere behandelt zu werden. 81 Prozent der HIV-positiv-Getesteten haben es aus Angst vor Diskriminierung schon ein- oder mehrmals vermieden, ihre Infektion offen zu thematisieren.

Angesichts dieser Ergebnisse, über die in der neuen Ausgabe des Newsletters Newsletters "GIB AIDS KEINE CHANCE aktuell" berichtet wird, sei die Solidaritäts- und Antidiskriminierungskampagne zum Welt-Aids-Tag wichtiger denn je. Denn ein offener und solidarischer Umgang mit HIV-Infizierten und an Aids erkrankten Menschen sei eine wesentliche Grundlage für erfolgreiche Prävention.

87 Prozent schützen sich
Aids-Prävention - In Deutschland schützen sich inzwischen 87 Prozent der 16- bis 44-Jährigen zu Beginn einer neuer Partnerschaften mit dem Kondom vor HIV/Aids. In Deutschland schützen sich inzwischen 87 Prozent der 16- bis 44-Jährigen zu Beginn einer neuer Partnerschaften mit dem Kondom vor HIV/Aids. Das ist das Ergebnis der Studie "Aids im öffentlichen Bewusstsein 2010", die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Auftrag gegeben hat. Damit hat sich die Bereitschaft zum Schutz mit Kondomen weiter erhöht. Mitte der 90er Jahre waren in der gleichen Altersgruppe nur 65 Prozent dazu bereit.

Außerdem gehe aus der Studie hervor, dass sich die Deutschen weiter über sexuell übertragbare Infektionen informieren wollen. Die BZgA wird ihre Aufklärungsangebote dazu in den kommenden Jahren weiter ausbauen, kündigte sie im Rahmen des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses (DÖAK) an. (Quelle: scoolz.de)

Mehrzahlstark der HIV-Infizierten weiblich
Die Abkürzung HIV steht für die englische Bezeichnung "Human Immunodeficiency Virus". HIV ist der Name des Krankheitserregers, der das menschliche Immunsystem schwächt. Als Folge der Infektion mit HIV entsteht ein Krankheitsbild, dessen Vollbild als erworbenes Immundefektsyndrom oder "Acquired Immunodeficiency Syndrome", kurz Aids, bezeichnet wird. Die Verbreitung von HIV hat sich in den letzten 25 Jahren zu einer Pandemie entwickelt, die nach Schätzungen der Organisation UNAIDS bisher etwa 25 Millionen Leben gefordert hat.

Jugendliche stark gefährdet
Die neusten Ergebnisse des aktuellen UNICEF-Berichts "Opportunity in Crisis" weisen nach, dass heutzutage mehr als zwei Millionen Jugendliche weltweit mit dem HI-Virus leben. Das Risiko an Aids zu erkranken ist bei Jugendlichen vor allem dann gegeben, wenn sie in Schwellen - oder Entwicklungsländern leben. Problematisch ist vor allem, dass den Teenager selber ihr Infektion gar nicht bekannt ist, da es bei ihnen häufig gar keine Möglichkeiten für Aids-Tests gibt und Beratungen nicht angeboten werden.

Besonders Mädchen sind betroffen
Zwar gebe es viele Programme zur Aufklärung rund um Aids, doch weiterhin gibt es in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen täglich rund 2.500 Teenager, die sich mit HIV infizieren, heißt es. Zur besonderen Risikogruppe gehört das weibliche Geschlecht: rund 60 Prozent der HIV-Infizierten sind junge Frauen und Mädchen. (Quelle: scoolz.de)

Politiker in aller Welt erinnern an ihr auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen zu HIV/Aids im Juni 2001 gegebenes Versprechen, sich national wie international stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/Aids-Epidemie zu engagieren. Auch dient der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember dazu, Verantwortliche in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft – weltweit – daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist.

Sponsor

Logo mcs

Mittwoch, 19. Juni 2013

Inhalt W.A.T. 2011